The Space
Wir haben einen Raum geschaffen, der offen ist für Leute die ihre Visionen leben und für sich und andere etwas bewegen.
Im Juli 2010 marschierten wir im ehemaligen Greenpeace Headquater in Margareten ein.
Mit Hammer und Bohrer haben wir in einem 9-wöchigen Umbauchaos Wände abgrissen, einen Wasserschaden überstanden, Böden gelackt und das Grau neu gekalkt. Jetzt schaut es laut unserer ‘Lieblingsvermieter’ fast wieder so aus wie die Tischlerei ihres Großvaters in den 50ern. Parallel zum Umbau finden sich auch die Möbel zusammen. Wir befahren fast ganz Österreich um die einzelnen Stücke bei Trödlern oder Privat-Verkäufern abzuholen. Sie geben dem space seinen Retro-Charm.
Am 17. September 2010 war es soweit und wir öffneten feierich die Tore zu unserem coworking space.
Wer zu uns kommt kann sofort loslegen: Platz suchen, Kaffee holen ins Wlan einloggen, fertig.
Die Arbeitsplätze verteilen sich über ca. 580 qm und sind umgeben von Pflanzen, Spinden und gemütlichen Couch-Ecken, wo ihr Schlaf nachholen, mit Kollegen zusammensitzen aber natürlich auch arbeiten könnt.
Am Foto seht ihr unsere original 60er Jahre Sitzgruppe mit Skai-(Kunstleder)Bezug, welcher damals absolut trendig war und in der Möbelbranche exzessiv zur Anwendung kam. Der weisse Drehtisch stammt aus der selben Zeit. Wir haben ihn im ‘Twenty Century’ am Margaretenplatz gefunden.
In der Früh, zu Mittag und manchmal auch Abends wird die Café-Zone zum Treffpunkt.
Wir haben keine Gastro, deshalb wird bei uns selbst gekocht, bestellt oder beim Laden um die Ecke geholt. Die Eugen Schmidt Stühle (Bauhaus Zeit) sind also in bester Gesellschaft: Hier findet ihr Viel was zwischen 1950 und 1979 modern war. Die schnörkeligen weissen Tische und Stühle stammen noch aus der ehemaligen Tischlerei, die roten Easy-Chairs aus den 60ern stehen neben grünen Wiesner-Hager Kord-Sesseln um 1975. Braune Samt-Lounger der Mid-sechziger säumen einen alten Tisch, den uns ein Freund geschenkt hat.
Analog twittern könnt ihr auf dem DDR-Erzeugnis ‘Erika’ und schaut dabei auf eine antiquierte Zahnarztlampe und türkis bepolsterte Schalensitzer von anno dazumal. Thonet darf kleiderständer-technisch natürlich nicht fehlen, auf ihm hängen wir temporär unsere kürzlich gekauften Lampen auf, bis wir Zeit finden sie zu montieren.
Die Bar/Küche haben wir speziell anfertigen lassen – angesiedelt irgendwo zwischen 50er Jahre Bäckerei und Kinotresen. Die großen Bilder an der Wand tauschen wir immer wieder mal aus. Derzeit hängen Arbeiten von Oleksandr Hnatenko pOHtography dort. Wenn wir die Leinwand ausfahren und den Beamer anwerfen steht ein Filmabend an, dazu gibt’s Afri Cola, Preisel- oder Bügelbier.
Der ‘Helmut Schmidt-Raum’ steht euch zum Telefonieren, Skypen oder für Mini-Besprechungen zur Verfügung. Die Möbel sind schuld am Namen des Zimmers, um einen Glastisch so um 1950 stehen Kordstühle, die man in den frühen Siebzigern gern auch in Büros fand. Die Wohnzimmer-Kommode der Anfangs-Sechziger fügt sich da ganz dezent ein. Und das Telefon? Ein 78er Jahrgang – wie Karin :-)
Betonschalungsplatten auf Böcken, Spinde und Regale auf Rollen – nichts ist unverrückbar bei uns. Bis auf Yves’s ‘heilige’ Palme. Die orangen Schliessfächer haben wir übrigends von einer Industrieverwertungsfirma aus München. Offensichtlich sind sie sehr lange in einer Schule gestanden. Jetzt dienen sie als Raumteiler und für die Verwahrung eurer persönlichen Sachen.








